Wie wir das Volkswagen Group Loyalitätsprogramm konzipiert haben

Die Automobilindustrie verliert nach und nach die Kundenschnittstelle. Immer mehr Menschen wollen Mobilitätsservices nutzen, aber kein eigenes Auto mehr besitzen.

Um auf dieses Kundenverhalten zu reagieren, brauchen die Autohersteller digitale Services - und einen Weg, diese Services an ihre Kunden zu bringen.

Loyalitätsprogramme sind dafür ein geeigneter Weg, auch, weil durch sie die bestehenden Kunden noch stärker an die eigenen Marken gebunden werden können.

 

Ein Loyalitätsprogramm braucht Frequenz

Die Automobilbranche steht allerdings auch vor dem Problem, dass die Interaktion zwischen Kunde und Marke nicht sehr oft passiert. Viele Menschen kaufen alle 3-4 Jahre ein neues Auto und besuchen 1-2 mal pro Jahr die Vertragswerkstatt. Keine gute Basis für ein Loyalitätsprogramm, das von Frequenz und Nutzungsmotivation lebt.

Wie Octalysis eine packende Motivationsstrategie entwarf

Das Loyalitätsprogramm der Volkswagen Group ist eine innovative App, die direkt mit dem Auto verbunden werden kann. Nutzer werden für jede Autofahrt belohnt. Ein solche Belohnung verhaltensbasierter Aktionen schafft eine hohe Interaktionsfrequenz.

Die Belohnungen werden über sogenannte Lootboxen ausgeschüttet. Das sind virtuelle Pakete, in denen Punkte, Sofortgewinne oder digitale Gegenstände enthalten sein können. Dadurch wird die Nutzungssituation non-linear und motivierender.

 

Avatare & Community als intrinsische Motivation

Punkte und Status - die beiden Mechaniken der allermeisten Loyalitätsprogramme - sind extrinsische Motivationen. Sie sind gut, um Menschen initial anzulocken, verlieren aber schnell ihren Reiz. Daher vergessen viele Nutzer das Programm wieder, bevor der Loyalisierungseffekt eintritt.

Octalysis hat daher unterschiedliche Funktionen konzipiert, die für eine nachhaltige und langfristige, weil intrinsische Motivation sorgen: Digitale Avatare dienen als Repräsentationen in der App, der mit virtuellen Gegenständen ausgerüstet werden kann. Nutzer können andere Mitglieder auf einer virtuellen Karte sehen und mit diesen interagieren - beispielsweise, um gemeinsam Herausforderungen zu meistern, oder um virtuelle Sektoren einzunehmen.

BONEO Case Study

Das erste volldigitale, auf Engagement ausgerichtete Loyalitätsprogramm der Automobilindustrie

BONEO ist ein innovatives Projekt mit großen Ambitionen. Es motiviert Menschen dazu, mindestens zwei Mal pro Woche mit dem Programm zu interagieren. Neben Punkten gibt es außerdem virtuelle Avatare, Items, soziale Interaktion, Sofortgewinne, Auszeichnungen, Herausforderungen und eine nahtlose Verbindung mit dem Kassensystem der Händler vor Ort.

BONEO kann dadurch eine Nutzungsgewohnheit herausbilden, die Verbindung zwischen den Automarken und Nutzern stärken und als Kundenschnittstelle fungieren, über die sich weitere Services und Angebote problemlos, kostengünstig und zielgerichtet an die Kunden distribuieren lassen.